Die Knauser‑Karawanen‑Rallyes sind keine normalen Events. Sie sind eine Mischung aus Abenteuerreise, Gruppentherapie, Verkehrshindernis und spiritueller Selbsterfahrung, bei der man am Ende nicht weiß, ob man gewachsen ist — oder einfach nur unterhopft.
Wir fahren los. Warum? Weiß keiner. Wohin? Noch weniger. Wie lange? Bis jemand schreit: „Ich glaub, mein Auto macht Geräusche, die es vorher nicht gemacht hat!“ Die Rallyes sind wie ein Roadtrip, den man einem Haufen leicht verwirrter Eichhörnchen überlassen hat. Nur dass die Eichhörnchen wahrscheinlich besser organisiert wären.
Regel 1: Wer vorne fährt, hat keine Ahnung, wo es hingeht.
Regel 2: Wer hinten fährt, hat noch weniger Ahnung.
Regel 3: Wenn jemand sagt „Da geht’s lang!“, ist das ein Warnsignal.
Regel 4: Wenn jemand sagt „Ich hab’s im Griff!“, sofort anhalten und Rettungsdecke auspacken.
Unsere Fahrzeuge sind rollende Überraschungseier: Man weiß nie, was drin ist — aber es ist meistens etwas Gutes. Sie sind zuverlässig wie ein Wetterbericht von 1983 und schneller als ein Rentner mit Rollator Bergab, mit Rückenwind, wenn er motiviert ist.
Die Stimmung unterwegs
Die Rallyes bestehen zu:
40 % aus planlosem Fahren,
30 % aus "Wer hat noch kaltes Bier & Chips"
20 % aus „Wer hat den Gerd gesehen?“, und
10 % aus „Ich muss noch schnell den Braubären aus Darmstadt befreien.“
Wir entdecken Orte, die nicht einmal Google Maps kennt.
Wir essen Dinge, die nicht einmal der Markus isst.
Wir übernachten an Plätzen, die nicht einmal als Deponie gelten.
Und wir erzählen Geschichten, die nicht einmal wir selbst glauben.
Weil es uns zusammenschweißt. Weil es uns erdet. Weil es uns zeigt, dass man auch ohne Plan, ohne Talent und ohne funktionierende Bremsen Spaß haben kann. Und weil wir jedes Jahr aufs Neue feststellen: Normal kann jeder — aber wir wären dann arbeitslos.